Söbrigen

Elbaufwärts, unweit von Pillnitz, liegt der kleine Ort Söbrigen. Im Dorfkern – Altsöbrigen – sind noch einige alte Gehöfte und kleinere Häusleranwesen erhalten und teilweise liebevoll wieder hergerichtet. Charakteristisch für die Wohngebäude ist das massive Untergeschoss aus Sandstein mit meist verputztem Fachwerk im Obergeschoss. Ursprünglich waren es wohl Elbfischer und –schiffer, die den Ort gründeten. Später betrieben Kleinbauern und Häusler vorwiegend Wein-, Obst- und Gartenbau.

Der Ort wurde 1378 erstmals als „Cebegrin“ genannt und bedeutet „Ort des Sebekury“. Dies war vermutlich der Name eines sorbischen Lokators. Im Mittelalter war das Elbdorf der Herrschaft von Großgraupa unterstellt. Im 16. Jahrhundert erlangte die Familie von Loß die Herrschaft über Söbrigen und das Kammergut Pillnitz. Durch den Um- und Ausbau des Schlosses in Pillnitz im 18. Jahrhundert erlebte das Dorf einen sanften Aufschwung. In das Forsthaus zog 1727 ein Hofangestellter, der eine Schankkonzession erhalten hatte. Auch ein Teil der Schlosswache wohnte in Söbrigen. Einige Frauen des Ortes verdienten ihren Unterhalt als Wäscherinnen. Regelmäßig verkehrte noch um 1900 ein „Wäscheschiff“ zwischen Dresden und Söbrigen.

Die offene Landschaft, der Blick auf das Osterzgebirge und die Sächsische Schweiz zogen im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Ausflügler aus Dresden an, begünstigt durch die 1896 eingerichtete Anlegestelle der Elbschifffahrtsgesellschaft. Vor allem der frühere Dorfgasthof „Sängerheim“ war sehr beliebt. 1950 wurde Söbrigen nach Dresden eingemeindet.

Anfahrt
Bus 83 / Stadtbus Pirna (P)

Links

www.dresdner-stadtteile.de

Bilder