30.09.2011 von Andreas Querfurth

ENTWICKLUNGSFORUM feierte 20-jähriges Bestehen

Mit einer Festveranstaltung im herbstlich geschmückten barocken Treppenhaus des Dresdner Stadtmuseums feierten etwa 80 Mitglieder und Partner des Entwicklungsforums mit geladenen Gästen das 20-jährige Bestehen des Dresdner Forums für Stadtentwicklung. In den Redebeiträgen und den lockeren Gesprächen - später im geselligen Teil des Abends - war viel von der mitreißenden Aufbruchstimmung in den ersten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung die Rede, aber auch von der mühevolleren Arbeit eines Bürgervereins unter inzwischen etablierten Verfahren von Baurecht und Stadtplanung bei verfestigten Strukturen in Politik und Verwaltung.
Grundsätzliche Fragen einer zeitgemäßen, wirkungsvollen Bürgerbeteiligung wurden vor allem im Grußwort des Hamburgischen Oberbaudirektors Prof. Jörn Walter und in der Festansprache von Hans-Peter Lühr, dem verdienstvollen Herausgeber der "Dresdner Hefte" aufgeworfen. Als produktive und verlässliche Partnerschaft in den Bemühungen um eine zukunftsgerechte Verkehrspolitik kennzeichnete der Technische Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe und Stadtwerke Rainer Zieschank das langjährige Zusammenwirken mit dem Entwicklungsforum. Auch der neue Leiter des Stadtplanungsamtes Stefan Szuggat würdigte die fruchtbare Kooperation zwischen Fachämtern der Stadt und dem Forum bei vielen Veranstaltungen zu Planvorhaben und Problemen der Stadtentwicklung, in denen aber unterschiedliche Standpunkte durchaus Ausdruck fanden.

In der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Jörg Wildoer klangen auch Fragen zum Selbstverständnis des Forums an: als neutrale Plattform für fachlich fundierte Debatten, als konstruktiv-kritischer und zuweilen unbequemer Begleiter der Stadtpolitik und als Podium für zukunftsweisende Anregungen von außerhalb unserer Stadt. Er führte auch als Moderator durch den stimmungsvollen Abend, der seinen besonderen Reiz durch überaus lebendig vorgetragene Musik der Cellistin Beate Hoffmann erhielt. Spät gingen die letzten Gäste mit dem Gefühl, dass das Entwicklungsforum in Dresden eine Zukunft hat, weiter notwendig ist und von einer wachen Öffentlichkeit breiten Rückhalt erhalten sollte.


 

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