Königsufer

Königsufer
Das Königsufer erstreckt sich auf der rechten Elbseite zwischen Augustus- und Albertbrücke. Im weiteren Sinne wird auch das gesamte Neustädter Ufer zwischen Marienbrücke und Rosengarten so bezeichnet. Schon 1910 hatte der Stadtbaurat Hans Erlwein die Idee das Neustädter Ufer planerisch mit einer Hochstraße zu gestalten. Aber erst der Architekt Paul Wolf setzte diese Idee, allerdings ohne Straße, in den Jahren von 1933 bis 1936 um. Dadurch blieben vielfältige Sichtbeziehungen zur historischen Altstadt bis heute erhalten. Es wurden der Stauden- sowie der Rosengarten angelegt und bestehende Gartenanlagen in die Gestaltung einbezogen. Man schuf Freitreppen, errichtete Pavillons und stellte Plastiken auf.

Betrachtet man das Königufer von der Marienbrücke bis zum Rosengarten so prägen fünf Bauwerke die Uferpromenade:

Japanisches Palais: Die mächtige Vierflügelanlage entstand in den Jahren 1727 bis 1737 nach einer Idee Augusts des Starken als Umbau und Erweiterung eines dreiflügeligen Vorgängerbaus, des Holländischen Palais  von 1715. mehr

Hotel Bellevue: Während des 2. Weltkrieges wurden zahlreiche Bürgerhäuser  am Neustädter Ufer zerstört. Das Hotel Bellevue ersetzt einen Teil dieser Gebäude. Außerdem wurde in den Hotelbau das ehemalige Wohnhaus von Christian Leberecht Vogel einbezogen.

Blockhaus: Das Gebäude wurde ursprünglich als Zollhaus nach Plänen des Baumeisters Zacharias Longuelune ab 1733 errichtet. Es brannte 1945 völlig aus, wurde 1980 rekonstruiert und ist heute im Besitz des Freistaates Sachsen. Es ist der Sitz der Sächsischen Akademie der Künste, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt.

Finanzministerium: Ein wichtiger Prachtbau am Königsufer ist das Finanzministerium – ein Funktionalbau im Neorenaissancestil nach Plänen der Architekten Wankel und Reichelt. In diesem historischen Gebäude befinden sich heute das Sächsische Staatsministerium der Finanzen und das Kultusministerium des Freistaates Sachsen.

Staatskanzlei: Ein herausragendes Bauwerk am Königsufer ist das von 1900 bis 1904 nach Entwürfen der Architekten von Waldow und Tscharmann erbaute ehemalige Gesamtministerium, heute Sitz der Staatskanzlei. Hauptblickfang ist der Turmaufbau mit Krone.

Geht man in der Geschichte ein Stück zurück, so befand sich im Bereich des heutigen Biergartens an der Augustusbrücke das Wohnhaus der Hofnarren Fröhlich – das „Narrenhäusel“. Am Zugang zur Fußgängerunterführung erinnert die 1978 von Heinrich Apel geschaffene Bronzeplastik daran. Direkt am Carolaplatz befand sich bis 1945 das Winterquartier des berühmten Zirkus Sarasani, das durch den Bombenangriff am 13. Februar vollständig zerstört wurde. Zur Erinnerung wurde an diesem Ort  2007 der „Elefantenbrunnen“ des Bildhauers Vinzenz Wanitschke errichtet.

Das Königsufer ist eine beliebte Promenade. Der Fuß- und Radweg ist zu jeder Jahrszeit stark frequentiert. Im Sommer verwandeln sich die Grünflächen an der Elbe zu Liegewiesen. Ein besonderer Höhepunkt am Neustädter Elbufer sind die jährlich von Juli bis August stattfindenden „Filmnächte“ vor historischer Kulisse.

Anfahrt
Straßenbahn: 3, 4, 6, 7, 8, 9, 13

Links

www.regierung.sachsen.de

www.dresden-und-sachsen.de/dresden/ks_volkskunstmuseum.htm

www.voelkerkunde-dresden.de

www.lanu.de

www.filmnaechte-am-elbufer.de

www.dresdner-bilder.de

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