Dorfkern Übigau

Der Dorfkern Altübigau liegt zwischen Elbe und Kaditzer Flutrinne und entstand aus einem slawischen Dorf. Übigau wurde erstmals 1324 als „Vbegowe“ urkundlich erwähnt. Es lag etwa acht Meter über der Elbe auf relativ hochwasserfreiem Niveau. Der Name Übigau rührt vom slawischen Wort „Ubeg“ her, was  „Flucht“ bedeuten könnte. Vermutlich ist damit der erhöhte Platz gemeint, der bei Hochwasser als Flucht- und Sammelpunkt diente. Der alte Dorfkern hat die Form eines Sackgassendorfes. Übigau wurde 1903 zu Dresden eingemeindet.

Durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden vier von sechs Gehöften zerstört. Das ursprüngliche Dorfbild ist daher nicht mehr erhalten. Weitere historische Bebauung findet sich aber noch an der Rethelstraße und an der Kaditzer Straße.
Auf dem Areal früherer Weingärten am weit ausschwingenden Elbbogen entstand
1724-1726 das barocke Lustschloss Übigau mit Park und Freitreppe hinab zur Elbe

Im Stadtteil Übigau waren große Industriebetriebe ansässig, darunter Schiffswerft, Dampfkesselbau und bis 1989 das Transformatoren- und Röntgenwerk. Übigau war auch lange Zeit Garnisonsstandort. Bis etwa 1990 waren hier Pioniereinheiten der damaligen sowjetischen Armee untergebracht. Übigau ist heute, neben dem reizvoll sanierten Dorfkern, durch neue Gewerbegebiete und eine gute Verkehrsinfrastruktur gekennzeichnet. Die Hallen der früheren Übigauer Werft stehen unter Denkmalschutz und werden teilweise gewerblich genutzt.

Anfahrt
Straßenbahn 9 / Bus 70, 79 u. 80

Links

www.schlosspark-uebigau.de

www.dresdner-stadtteile.de

www.dresden-uebigau.de

Bilder