Dorfkern Pieschen

Die Entstehung des Dorfes Pieschen geht auf das 10. bis 11. Jahrhundert zurück. Gelegen am großen Elbebogen, dem sog. Pieschener Winkel, erstreckte sich die ehemals sorbische Siedlung bis zur Dresdner Heide und den Hellerbergen. Der Name Pieschen ist mit dem sorbischen Begriff „pescina“ in Verbindung zu bringen und bedeutet etwa Sandgegend. Pieschen wurde bereits 1897 zu Dresden eingemeindet und ist heute ein Ortsamtsbereich mit sechs Stadtteilen.

Der alte Dorfkern von Pieschen unweit des Pieschener Winkels ist zwischen Robert-Matzke-Straße und Mohnstraße teilweise noch erhalten. Altpieschen besteht überwiegend aus kleinen bäuerlichen Zweiseithöfen mit Fachwerkhäusern, erbaut zwischen 1710 und 1803. Um 1912 errichtete der Stadtbaurat Hans Erlwein die damals vorbildliche Anlage des städtischen Obdachlosenheims (Altpieschen Nr. 9). Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex ist nach umfangreicher Sanierung und Modernisierung zu einer neuen, zeitgemäßen Wohnstätte für Familien geworden.

Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Schifffahrt stetig zu. Die sächsische Staatsregierung ließ deshalb von 1856 bis 1859 den am rechten Elbufer gelegenen Pieschener Hafen errichten. Den Hafen verwaltet heute das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden und nutzt dessen hinteren Teil als Betriebsgelände. Der vordere Teil ist Wassersportvereinen vorbehalten.

Am Elbufer des Pieschener Winkels gegenüber dem Großen Ostragehe befindet sich das traditionsreiche „Ballhaus Watzke“ mit eigener Hausbrauerei, dem prachtvoll wiederhergestellten Ballsaal und einem Biergarten, der einen reizvollen Blick auf die Altstadtsilhouette bietet.

Adresse
Altpieschen, 01139 Dresden

Anfahrt
Straßenbahn 4, 9 u.13 / S-Bahn Hp. Pieschen

Links

www.dresdner-stadtteile.de

www.watzke.de

Bilder