Dorfkern Niederpoyritz

Niederpoyritz liegt am Nordufer der Elbe im Osten des Dresdner Stadtzentrums zwischen Wachwitz und Hosterwitz. Vermutlich waren es Slawen, die sich am Ausgang des Helfenberger Grundes angesiedelt hatten. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1414 als „Podegriczch“, was so viel wie „Unter dem Berg“ bzw. „Unter der Burg“ bedeutet und damit Bezug auf die nahe gelegne Burg Helfenberg nimmt. Auch in Niederpoyritz lebten die Einwohner vorrangig vom Fischfang und dem Weinanbau. Das Dorf wurde 1579 dem Rittergut Graupa zugeschlagen. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel bildete Niederpoyritz gemeinsam mit dem benachbarten Wachwitz 1735 ein eigenständiges Rittergut. Dieses kaufte der spätere Friedrich August II. 1827. Die damit von ihm erworbenen Weinberge waren Ausgangspunkt für seinen Königlichen Weinberg.

Im alten Ortskern sind heute noch zwei Umgebindehäuser erhalten - Pillnitzer Landstraße Nr. 224 und 226. Ein weiteres bemerkenswertes Gebäude ist das Erbgericht Niederpoyritz, die ehemalige Schänke des Rittergutes am nordwestlichen Ortsausgang, die seit dem 18. Jahrhundert Schankrecht besaß. Hier wurde einst das Niederpoyritzer Braunbier ausgeschenkt. Deutlich jünger ist der „Obere Gasthof Niederpoyritz“ im Ortskern, ein Bauwerk des Historismus aus dem späten 19. Jahrhundert.

Mit dem Anschluss an die Straßenbahnlinie nach Loschwitz 1903 kamen auch zahlreiche Städter und Sommergäste nach Niederpoyritz. An den ehemaligen Weinhängen wurden Villen und Landhäuser errichtet, Pensionen und Gasthäuser entstanden. Sehr beliebt war die Ausflugsgaststätte „Staffelstein“. Noch heute erinnert die 1914 angelegte Staffelsteinstraße an das Wirtshaus. Aus dieser Zeit ist auch das „Kaiserliche Postamt“ – Pillnitzer Landstraße 256 – erhalten.

Anfahrt
Bus 63

Links

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