Dorfkern Mickten

Der Dorfkern Altmickten ist unmittelbar südlich der Kaditzer Flutrinne gelegen. Urkundlich 1378 erstmals erwähnt als „Migtin“, entstand er aus einer slawischen Siedlung. Die Bebauung ist als Platzgassendorf, erweitert zu einem Rundling angelegt. Ein Großbrand vernichtete 1823 fast alle Gebäude des Dorfes. Nach dem Brand wurden die Gehöfte und Einzelgebäude an ihrem Ort in traditioneller Architektur wieder aufgebaut. Der ursprüngliche dörfliche Eindruck wurde dadurch erhalten. Die Gebäude mit gemauertem Erdgeschoss, Obergeschoss in Fachwerkbauweise und steilem Satteldach sind fränkisch beeinflusst. Die Fachwerkgehöfte mit reizvollen Laubengängen, Toreinfassungen und Schlusssteinen sind gut erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

Immer wieder wurde Mickten von Überschwemmungen heimgesucht. Mit der Vertiefung eines Altelbearmes wurde zur Hochwasserentlastung die Kaditzer Flutrinne geschaffen. Im Jahr 1902 gab Mickten seine Selbständigkeit durch Eingemeindung auf. Die nunmehr einsetzende städtische Entwicklung und sprunghafte Industrialisierung hatten jedoch kaum Auswirkungen auf die abgelegene Dorfanlage.

Adresse
Altmickten, 01139 Dresden

Anfahrt
Straßenbahn 4, 9 u.13 / Bus 64 u. 79

Links

www.dresdner-stadtteile.de

www.wirtshaus-lindenschaenke.de

Bilder

Am beliebten Ausflugsgasthaus „Lindenschänke“ beginnt einer der schönsten begehbaren Treidelpfade. Bis zur Einführung der Dampfschifffahrt wurden die Schiffe auf solchen Pfaden von sog. „Bomätschern“ (von slawisch „pomotsch“ für „helfen“) stromaufwärts gezogen – getreidelt.