Dinglingers Weinberg

Der königliche Goldschmied und Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger erwirbt 1692 das ca. 2,5 Hektar große Gelände mit einem Landhaus als Sommerwohnsitz. Um 1710 lässt Dinglinger das Haus um einen Festsaal erweitern und im Innern mit Bildern der 12 Tierkreiszeichen und der Allegorien der vier Jahreszeiten ausgestalten.

Der Barockgarten neben dem Wohnhaus, von Dinglinger mit kleinem Pavillon und überdachter Kegelbahn angelegt, ist ebenso wie die Inneneinrichtung des Landhauses weitgehend erhalten geblieben. Gartenanlage und Inneneinrichtung gehören zu den bedeutendsten Schöpfungen des ländlichen Barocks in Dresden.
Um 1880 kam das Grundstück in den Besitz des Konsuls Bruno Wunderlich und später an die Familie Watzdorf. Nach 1945 lebte im Landhaus des Dinglinger Weinbergs bis zu seinem Tode 2005 der Denkmalpfleger und Dresdner Ehrenbürger Hans Nadler.

Nach einem längeren Rechtsstreit wurde das Grundstück 2002 an einem privaten Investor übertragen. Da eine zumindest teilweise kulturelle Nutzung des Geländes angedacht ist, soll die Gartenanlage nach historischem Vorbild wiederhergestellt werden. Der Weinberg ist bereits neu bepflanzt. Außerdem sollen die Reste der bis 1906 überdachten Kegelbahn in die Sanierung einbezogen werden, da es sich um die älteste erhaltene Bahn dieser Art in Sachsen handelt.

Adresse
Schevenstraße 59 / 01099 Dresden

Anfahrt
Straßenbahn 11 / Bus 91

Link
www.dresdner-stadtteile.de

Bilder