Brühlsche Terrasse / Altstädter Elbfront

Die Brühlsche Terrasse, auch „Balkon Europas“ genannt, erstreckt sich in Dresdnes Altstadt über ca. 500 Meter zwischen Augustus- und Carolabrücke entlang der Elbe. Sie wurde im 16. Jahrhundert als Teil der Dresdner Befestigungsanlagen errichtet. Ihren Namen erhielt sie nach dem Grafen Heinrich von Brühl, der hier 1739 – 1748 sein Palais mit privatem Lustgarten anlegen durfte. Heute ist die Terrasse vor allem mit öffentlichen Gebäuden und Museen bebaut. Den Auftakt bildet im Westen die große Freitreppe mit der Figurengruppe „Vier Tageszeiten“ von Johannes Schilling. Direkt an der Treppe befindet sich das 1900 von Paul Wallot errichtete Sächsisches Ständehaus. Daran schließt sich die Sekundogenitur an. Sie wurde 1897 an der Stelle der Brühlschen Bibliothek für den zweitgeborenen Prinzen erbaut. Es folgt in östlicher Richtung das Gebäude der heutigen Hochschule für Bildende Künste mit dem Lipsiusbau, das 1897 als Sitz des Sächsischen Kunstvereins und der Kunstakademie errichtet wurde. Am Aufgang vom Georg-Treu-Platz liegt der Eingang zum Museum „Festung Dresden“, das sich in den ehemaligen Festungsanlagen unterhalb der Brühlschen Terrasse befindet. An den Georg-Treu-Platz grenz im Osten das Albertinum an, das ausgebaute ehemalige Dresdner Zeughaus. Es beherbergt zwei der bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt – die Skulpturensammlung und die Galerie Neue Meister. Den Abschluss der Brühlschen Terrasse im Osten bilden die Jungfernbastei, der Bärenzwinger und das Hofgärtnerhaus. Auf dem Belvederehügel der Jungfernbastei wurden in eine kleine Parkanlage die Reste des Brühlschen Gartens integriert. Der Bärenzwinger nutzt alte Gewölbe und ist der älteste Studentenklub Dresdens. Im Hofgärtnerhaus hat heute das Gemeindezentrum der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Dresdens seinen Sitz. Die gesamte Brühlsche Terrasse ist reich mit plastischen Elementen der älteren und jüngeren Vergangenheit ausgestattet.

Die Altstädter Elbfront wird im Westen der Brühlschen Terrasse vom  Schlossplatz und dem Theaterplatz ergänzt. Der direkt an die große Freitreppe anschließende Schlossplatz wird im Süden vom Georgentor begrenzt, dem nördlichen Eingang des Dresdner Residenzschlosses. Das Schloss, Stammsitz der sächsischen Kurfürsten und Könige, war ab dem 16. Jahrhundert prägend für die kulturelle Entwicklung Dresdens. Es ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und baugeschichtlich bedeutsam, da alle Stilrichtungen von Romanik bis Historismus ihre Spuren an dem Bauwerk hinterlassen haben. An der Westseite des Schlossplatzes erhebt sich die Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Sie wurde als Katholische Hofkirche unter Kurfürste Friedrich August II. von Sachsen von Gaetano Chiaveri von 1739 bis 1755 im Stil des Barocks errichtet.

Der Theaterplatz ist einer der bedeutendsten Plätze Dresdens. Der großzügige Platz ist umrahmt von der Katholischen Hofkirche im Osten, der Neoklassizistischen Fassade des Museumsflügels des Zwingers im Süden, im Westen von der Semperoper, die als Theater dem Platz seinen Namen gab, und zur Elbe hin vom Italienischem Dörfchen, einem Restaurant.

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