Dorfkern Pillnitz

Der Dorfkern von Pillnitz liegt ca. 15 km östlich auf der rechten Elbseite vom Dresdner Stadtzentrum entfernt an der Mündung des Meixbaches in die Elbe. Der malerische Meixgrund und die oberhalb des Ortes gelegenen Weinberge mit ihren Wanderwegen sind beliebte Ausflugsziele.

Auch Pillnitz ist slawischen Ursprungs. Die Elbe bot Fisch und konnte als Verkehrsweg genutzt werden, zudem war der Boden in dieser Gegend fruchtbar. Urkundlich wird die Siedlung erstmals im Jahre 1335 als „Belennewitz“ und 1350 als „Belanicz“ genannt. Der Name geht vermutlich auf den Gründer der Siedlung zurück – „Dorf des Belan“. Vom ehemaligen Dorf sind nur noch wenige Häuser in der Nähe der Schiffsanlegestelle erhalten.

Ab dem 16. Jahrhundert dehnten die Eigentümer der Herrschaft Pillnitz ihre Besitzungen erheblich aus. Ein Großteil der Einwohner verdiente seinen Unterhalt als Häusler und Gärtner in den Gutshöfen und Besitzungen. Es gab einen Unteren und einen Oberen Gutshof mit jeweils burgähnlichen Herrschaftssitzen. Der Untere Gutshof lag östlich des heutigen Schlosses. Der dazugehörige Rittersitz befand sich damals etwa an der Stelle des Neuen Palais.

Im 18. Jahrhundert  dominierte der Weinbau an den Elbhängen des Dorfes. In dieser Zeit wurde die Weinbergkirche (1723/27) errichtet. Ebenfalls noch erhalten ist das Alte Presshaus Bergweg 1 von 1827. Mit der Dampferanlegestelle 1840 und dem Anschluss an die Straßenbahn 1913 zogen Dresdner Bürger nach Pillnitz und Sommergäste stellten sich ein. Carl Gustav Carus wohnte ab 1832 in einem Landhaus in Pillnitz, später auch die Verlegerfamilie Brockhaus. Es kam zu Villenneubauten am Rande des Dorfkerns und entlang der Elbhänge. Nach der Auflösung der Monarchie waren Schloss und Park Pillnitz an den Staat über gegangen und der Park stand der Öffentlichkeit frei.

Zum Schloss in Pillnitz gehörte auch ein Rittergut, das schon früh nach wissenschaftlichen Grundsätzen bewirtschaftet wurde und Pillnitz den Ruf eines modernen Gartenbauzentrums erlangte. Bestand hat bis heute der moderne Gartenbau in Pillnitz. Der Ort wurde 1950 nach Dresden eingemeindet, auch während der  DDR-Zeit blieb Pillnitz ein bedeutender Obstbaustandort. Seit 1994 befinden sich in Pillnitz das Bundesinstitut für Obstzüchtung sowie das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Diese Einrichtungen bilden ein einmaliges Forschungszentrum in Deutschland.

Anfahrt
Bus 63

Links

www.weinbergkirche.de

www.dresdner-stadtteile.de

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